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Seit bereits fast 800 Jahren: Franziskanisches Leben in Augsburg
Sie waren noch von Franziskus höchstpersönlich ausgesandt worden. Im Jahr 1221 trafen die ersten Franziskaner in Augsburg ein, und von hier aus sollte sich die franziskanische Bewegung in ganz Deutschland ausbreiten, nach Würzburg, nach Regensburg  und Mainz, sowie ins heute französische Strasbourg und ins österreichische Salzburg. Noch zu Lebzeiten von Franziskus entstand die erste deutsche Franziskanerprovinz mit Namen „Teutonia“-
Schlusstein in der Barfüßerkirche, eine der ältesten Franziskus- darstellungen nördlich der Alpen.
Innenansicht der Barfüßerkirche
Barfüßer nannten die Brüder sich, weil sie keine Schuhe an den Füßen trugen, als Zeichen ihrer Armut, die in ihrem Vertrauen auf Gott wurzelte. In der Augsburger Innenstadt gibt es noch heute die Barfüßerkirche, das erste Gotteshaus des Franziskaner. In der Reformation wurde die Kirche zum Zentrum der Zwinglianer, seit 1535 ist sie lutherisch. Doch auch heute noch erinnert in dem gotischen Bau ein Schlusstein an den heiligen Franziskus – übrigens die erste Darstellung des Poverello nördlich der Alpen.
Seit etwa 1250 hatten sich fromme Frauen, die ein klösterliches Leben wollten in St. Clara im Horbruck zusammengefunden. Diese Frauen übernahmen 1315 die Regel des Franziskanischen Dritten Ordens und schlossen sich der Barfüßerkirche an. Im Jahr 1533 löste sich das Kloster selbst auf und kam so der Schließung durch den Stadtrat im Zug der Reformation zuvor.  
In der Kirche St. Martin am Kesselmarkt gab es bereits vor 1315 franziskanisch lebende Terziarinnen, sie schlossen sich 1316 dem Regulierten Dritten Orden an. Im Zug der Reformation wurde das Kloster 1537 aufgelöst.
Kloster und Kirche von Maria Stern in Augsburg (mit dem ersten Zwiebelturm Süddeutschlands).
Ebenfalls franziskanische Tradition hat das Kloster Maria Stern in der Augsburger Innenstadt, nicht weit von der Barfüßerkirche entfernt. 
Hier, im „Haus zum Stern“ hatten sich im Jahr 1258 Frauen zusammengefunden, um ein gottgefälliges Leben zu führen. Sie schlossen sich der franziskanischen Idee an, nicht zuletzt aufgrund ihres engen Kontaktes zu den Barfüßern, deren Kloster in unmittelbarer Nähe lag.
Im Jahr 1315 übernahmen die Frauen im „Haus zum Stern“ die Regel des heiligen Franziskus. Heute gehören die „Franziskanerinnen von Maria Stern“ dem „regulierten Dritten Orden an“, was bedeutet, dass sie von ihrer Regel und ihrer Lebensweise  eng mit der Franziskanischen Gemeinschaft verbunden sind. Freilich leben die Schwestern, anders als die Mitglieder des weltlichen Dritten Ordens nach den drei Gelübden Ehelosigkeit, Armut und Gehorsam. Insofern ist das Sternkloster in Augsburg auch einer der ersten Orte in Deutschland, wo sich Frauen zusammengefunden haben, um als „Franziskanische Gemeinschaft“ zu leben. 
Die Franziskanische Gemeinschaft in Augsburg ist auch heute eng mit den Schwestern vom  Kloster „Maria Stern“ verbunden.
Geschichte
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